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Autoreifen

Sie gehören zum Straßenbild der letzten 200 Jahre dazu wie die Blumen zum Frühling: die autoreifen. Ihre Geschichte ist eng mit der ständigen Weiterentwicklung des Automobils verbunden und so ist heute der Markt für autoreifen für Außenstehende nahezu unüberschaubar. Unzählige Hersteller aus der ganzen Welt rittern mit den unterschiedlichsten Fabrikaten um die Kundschaft. Neben einer möglichst langen Laufzeit und Haltbarkeit schauen die Kunden heutzutage auch verstärkt auf den Einfluss von autoreifen auf den Energieverbrauch.

Die geschichtliche Entwicklung von autoreifen:
Räder und die ersten Vorläufer der heute bekannten Reifen sind uns schon aus dem Altertum bekannt. Damals waren die Räder allerdings noch aus Holz, überzogen mit einem Belag aus Leder oder Metall. Abgeleitet wurde das Rad und somit auch der Reifen aus dem Töpferhandwerk, wo sich die Töpferscheibe auch um eine Achse dreht. Speichenräder, wie sie heute bei Fahrrädern ebenso vorkommen wie beim Automobil, waren zu dieser Zeit noch wahre Luxusanfertigungen und nur auf Streitwägen zu finden. Bis in das Zeitalter der ersten Automobile, also das auslaufende 19. Jahrhundert, waren Räder aus Holz gang und gäbe, und selbst Visionäre wie Benz setzten diese Technologie bei ihren ersten Modellen ein. Trotz alledem gilt das Industriezeitalter als Geburtsstunde des modernen Luftreifens.
Den Grundstein dafür legte Mitte des 19. Jahrhunderts der amerikanische Chemiker Charles Goodyear. Der Mann, dessen Name heute noch für eine der bekanntesten Reifenmarken der Welt steht, revolutionierte die Kautschukindustrie, erfand die Vulkanisation, also die Härtung von Kautschuk, in weiterer Folge den Hartgummi und ebnete so den Weg für eine industrielle Herstellung von Autoreifen, die sich auch rentieren sollte. Der Schotte Robert William Thompson griff Goodyears Erfindung auf und präsentierte nur wenige Jahre nach dem Amerikaner den ersten Vollgummireifen.
Das Jahr 1888 gilt schlussendlich als Geburtsstunde des heute bekannten Luftreifens. Der Brite John Dunlop, eigentlich gelernter Tierarzt, suchte nach einer Lösung für ein besonderes Problem. Sein kleiner Sohn fuhr, sehr zum Leidwesen des Vaters, leidenschaftlich gerne mit seinem Dreirad. Dieses hatte allerdings Metallfelgen, und die machten einen gehörigen Lärm. Also experimentierte Dunlop herum. Er klebte einige Gummiplatten zusammen, wickelte die als Schlauch um die Räder des Dreirades und füllte diese Schläuche mit Luft aus einer Fußballpumpe. Das Problem war gelöst, Vater und Sohn zufrieden, und die Welt des Automobils um die wohl wichtigste Erfindung reicher.

Die Artenvielfalt bei autoreifen:
Die ständige technische Weiterentwicklung bei den Automobilen hat auch direkte Auswirkungen auf die Bereifung. Gab es zu Beginn nur den Sommerreifen, kennen Autofahrer rund um den Globus seit den 1950er Jahren auch den Winterreifen. In den folgenden Jahrzehnten wurden diese beiden Hauptarten immer mehr verfeinert. So spricht man heute nicht mehr vom Winterreifen, sondern vom „Matsch-und-Schnee“-Reifen.

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